Vor fast 22 Jahren begann mein Arbeitsleben. Als examinierte Krankenschwester war ich, inklusive Ausbildung, fast 10 Jahre tätig und habe diesen Job auch wirklich viele Jahre geliebt, trotz Schichtdienst und geringem Gehalt. Die letzten Jahre war ich auf einer onkologischen Privatstation mit Palliativmedizin tätig und dort bemerkte ich vor allem, wie unglücklich und unzufrieden die meisten Menschen ihr Leben gelebt haben. Fast jeder meiner Patienten sagte in seinen letzten Monaten:

„Hätte ich mein Leben nur richtig gelebt! Ich habe so viel gearbeitet, mich zu oft geärgert und mich zu wenig um geliebte Menschen und meine Familie gekümmert. Hätte ich die Möglichkeit, würde ich vieles anders machen!“

Während eines Nachtdienstes hatte ich einen Patienten, der einmal wahnsinnig erfolgreich war und nun völlig allein und ohne Familie im Sterben lag. Ich nahm ihn in den Arm und streichelte ihn liebevoll, ich spürte, wie seine Atmung immer ruhiger wurde und er schließlich für immer seine Augen schloss. Danach war für mich klar:

Ich möchte nicht unzufrieden und unglücklich leben, sondern meine Möglichkeiten wirklich nutzen!

Das war für mich dann auch die Initialzündung, meinen sicheren Job aufzugeben und als Quereinsteiger in den Vertrieb zu wechseln. Innerhalb von 3 Wochen kündigte ich und fing als Account Manager im Vertrieb an, ohne Studium oder kaufmännische Erfahrungen. Ich war einfach nur von meinem Talent überzeugt und konnte einen Geschäftsführer im Bewerbungsgespräch von mir überzeugen. Im Vertrieb war ich dann auch über 10 Jahre tätig. Mit zunehmendem Gehalt kam mehr Verantwortung, größeres Budget, größeres Auto und größere gesellschaftliche Anerkennung.

Das was immer weniger wurde, waren meine Freizeit, meine Zufriedenheit und das Gefühl, etwas wirklich Sinnhaftes mit meinem Leben anzufangen. Doch mittlerweile hatte ich Monate, in denen ich das zehnfache meines Krankenschwesterngehaltes verdiente und dieses vermeintlich erfolgreiche Leben und den damit einhergehenden Luxus wollte ich nicht so einfach aufgeben, meine Komfortzone nicht einfach verlassen. Das letzte Jahr war für mich nur noch eine Qual. Ich liebte meine Kunden und war sehr gerne unterwegs. Doch die politischen Themen in vielen Firmen und die Einstellung:

Immer weiter, höher, schneller, kamen mir einfach nicht richtig vor.

Die Motivation morgens ins Büro zu fahren, war immer geringer… Doch einfach alles aufgeben? So fing ich an zu ergründen, was ich wirklich im Leben möchte, warum mir der Name auf meiner Visitenkarte und mein großes Auto so wichtig sind und was der Sinn meines Lebens überhaupt ist. Auf der Suche nach meinem Weg, bin ich zum ersten Mal mir selbst begegnet. Mir wurde klar, dass ich mich mein Leben lang immer nur über meinen Erfolg definiert habe, versucht habe ein besserer Mann zu sein und dabei immer weniger Bezug zu meinem Herzen und meiner Weiblichkeit hatte. Nicht im Äußeren, aber das Innere sprach Bände…

Also kündigte ich wieder innerhalb weniger Wochen und verließ dabei extrem meine Komfortzone. Von Existenz- bis zu Versagensängsten war alles dabei. Ich habe viel gelacht und viel geweint. Und ich lernte, was mir wirklich wichtig im Leben ist. Welche Berufung ich habe und wie ich meine Leidenschaften und Affinitäten unter einen Hut bekommen kann. Ich lernte mit Leichtigkeit meinen weiblichen Weg zu gehen, wieder auf mein Herz zu hören und mich immer unabhängiger zu machen von gesellschaftlichen und familiären Erwartungen.

Als Selbstbewusstseinscoach helfe ich nun anderen, vor allem Frauen, auch den eigenen Weg zu finden.
Durch Selbstvertrauen, Selbstliebe und wirklichem Selbstbewusstsein erfolgreich die eigenen Projekte umzusetzen, sichtbar zu werden, mit Leichtigkeit sich und ihre Produkte zu verkaufen und dabei vor allem das eigene Herz und die eigenen Wünsche und Bedürfnisse nicht außer Acht zu lassen.

Ich gehe meinen eigenen Weg, stehe endlich wieder glücklich und zufrieden auf und auch wenn mein Leben morgen vorbei wäre, könnte ich sagen:
„War geil!“ 😉